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Lange Zeit haben wir nicht mehr über unsere Vereinsarbeit berichtet. Das liegt nicht etwa daran, dass wir nichts getan haben, im Gegenteil. Die Wochen vor und nach dem Jahreswechsel waren anstrengend für alle Beteiligten. Schließlich verfolgen wir ein großes Ziel: Eröffnung des Hundeplatzes im Frühjahr 2017!

Im Dezember haben wir irgendwie 3x zum allerletzten Arbeitseinsatz aufgerufen, aber unsere (ich nenne sie mal liebevoll „verrückten“) Mitglieder waren nicht zur Ruhe zu bewegen. So fand der wirklich allerletzte Arbeitseinsatz tatsächlich am 31. Dezember statt und der erste im Neuen Jahr, Ihr könnt es sicher erraten, am 1. Januar.

In Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Berlin-Hellersdorf fand am 6. Januar auf unserem Platz das traditionelle Weihnachtsbaumverbrennen statt, da musste eben auch noch so einiges vorbereitet werden. Die Veranstaltung selbst lief zwar nicht ganz so, wie sie geplant war, dennoch hat die Mühe sich gelohnt und wir konnten unsere Kraft in das nächste Mammut-Projekt stecken.

Dafür muss ich etwas weiter ausholen. Kurz nach der Übergabe des Platzes haben wir ja mit den Arbeiten begonnen und suchten nach einer Möglichkeit, die Geräte unterzustellen. Ein kleiner Holzschuppen wurde angeschafft und zu Ehren eines unserer engagiertesten Mitglieder „Villa Wolfgang“ getauft. Schnell war klar, dass der Schuppen viel zu klein ist, außerdem wollten wir ja auch eine Möglichkeit haben, wo man sich selbst mal unterstellen kann, wo man diverse andere Dinge außer Werkzeug und Material lagern kann usw.

Die fast perfekte Lösung des Problems ergab sich Ende Oktober zufällig von selbst. Es gibt da einen ziemlich alten Container bei der Freiwilligen Feuerwehr, der muss weg. Können wir geschenkt kriegen. Na wunderbar, damit hätten wir ein ziemlich großes „Bauwerk“ für alles. Und da beginnt die (fast) unendliche Geschichte…

Es verging keine Woche ohne neue Informationen. Erst hieß es, wir müssten uns um den Transport selbst kümmern und diesen finanzieren. Noch bevor wir den Hauch einer Ahnung hatten, welche Kosten uns erwarten würden, bekamen wir die Information, dass die BIM (Berliner Immobilien Management) den Transport und die Kosten übernimmt. Na super! Äh, oder doch nicht?

Voraussetzung: Wir müssen ein Fundament bauen. Mitte November kamen dazu die ersten Aussagen vom Architekt. Wie hoch, wie breit usw., mit Zeichnung. Das Fundament soll so schnell wie möglich geschaffen werden, damit der Transport des Containers bis Mitte Dezember erledigt ist. Die Wettervorhersagen spielten uns nicht gerade in die Karten, es sollte frostig werden. Beton und Frost sind jetzt nicht unbedingt die idealen Partner, also mussten wir schnell handeln. Zuerst galt es, einen geeigneten Standort für den knapp 16 Meter langen und 4 Meter breiten Container zu finden. Es folgten die Schachtungen gemäß der Anleitung des Architekten, es wurden Schalungen gebaut. Wir kauften Beton ein, organisierten einen Betonmischer, ein Stromaggregat und schleppten kanisterweise Wasser vom gegenüberliegenden Tierhof auf den Platz. Am 10. Dezember wurde das Fundament gegossen.

Wir lagen also gut in der Zeit, es sollte ja bis Mitte Dezember alles erledigt sein. Sollte. Nachdem die zuständige Bearbeiterin der BIM aus ihrem wohlverdienten Urlaub zurückkam, informierte sie uns über den aktuellen Stand. Die BIM ist gerade auf der Suche nach einem geeigneten Fuhrunternehmen. Von Mitte Dezember konnte mittlerweile keine Rede mehr sein, die zuständige Bearbeiterin der BIM ist erkrankt und ihre Vertretung blieb am Ball. Spätestens Anfang Januar sollte nun wirklich alles abgeschlossen sein.

Anfang Januar sollen dann drei Angebote von Fuhrunternehmen vorgelegen haben, die geprüft werden müssen. Transport bis Monatsmitte wurde verbindlich zugesagt. Bei einem erneuten Telefonat am 9. Januar (wie war das mit Monatsmitte?) kam ein völlig neues Problem zur Sprache: Der Transport wird so gar nicht möglich sein, da wir das Fundament zu weit von der Straße entfernt gebaut haben. Die Fuhrunternehmen können aus uns nicht bekannten Gründen nicht auf den Platz fahren.

Irgendwas zwischen Wut, Resignation und Unverständnis machte sich bei uns breit, gepaart mit der Vermutung, dass der Transport nicht stattfinden wird. Aber Aufgeben war nie wirklich eine Option für uns, also kam Plan B. Wir beauftragten selbst zwei Fuhrunternehmen, uns ein Angebot zu machen. Am 16. Und 18. Januar gab es schon die Ortstermine zur Besichtigung und beide Angebote kamen zeitnah bei uns an. Am 19. Januar dann ein weiteres Telefonat mit der BIM. Die eigentlich zuständige Bearbeiterin ist immer noch krank, die Vertretung hat Urlaub (läuft…), also eine neue Vertretung.

Der Transport ist nicht machbar, das Fundament ist zu weit weg von der Straße. Sowohl die Aussagen der beauftragten Fuhrunternehmen. Man könne uns den Container bis Grundstücksgrenze liefern, den Rest müssten wir dann alleine organisieren. Das wäre wohl ein mehr als großzügiges Angebot der BIM, schließlich müssen wir ja den Container selbst nicht bezahlen und der besagte Transport bis ans Tor würde ja schon im fünfstelligen Bereich liegen.

Was die Dame nicht wissen konnte: Uns lagen ja bereits Angebote von zwei Fuhrunternehmen vor, für beide stellt der Ort des Fundamentes überhaupt kein Problem dar und preislich bewegen wir uns bei 25% des Betrages, den die BIM nannte. Also ging unser Angebot zur BIM und die Dame war ziemlich sprachlos…

Es müssten jetzt nur noch die Vergaberichtlinien eingehalten werden, dann könne man dieses Angebot ja nehmen. Na bitte, geht doch!

Am 24. Januar dann der entscheidende Anruf von der BIM. Man wird das besagte Angebot nehmen, Termin für den Transport steht, es ist der 27. Januar.

Bitte was? Äh, das ist am Freitag?! Heilige Hundehütte, das ist jetzt aber kurzfristig! Aber, ja okay! Es musste jetzt auf die Schnelle noch hier und da etwas freigeräumt werden, die Zufahrt musste noch ein Stück erweitert werden und während Du diesen langen Text gelesen hast, fährt vielleicht gerade irgendwo zwischen Freiwilliger Feuerwehr und Hundeplatz ein begleiteter Schwerlasttransporter mit UNSEREM Container!

Aktuelle Fotos werden wir sicher im Laufe des Tages auf unserer Facebookseite posten, für einen abschließenden Bericht müsst Ihr Euch bis Samstag gedulden.

(RS)

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