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Wuff… ich bin Emma, 8 Jahre alt und komme aus dem Tierheim Berlin. Ich bin im Februar 2017 durch eine Sicherstellung vom Tierschutzverein Berlin ins Tierheim gekommen. Es stand nicht sehr gut um mich und ich musste schnellstmöglich operiert werden. Doch ich habe mich Stück für Stück zurück ins Leben gekämpft und konnte nach meiner Genesung auf die Vermittlungsliste, um ein neues Zuhause zu finden.

Man sagt ja, alle guten Dinge sind drei und so war es dann auch. Nach 2 Besuchen bei Menschen, die mich nicht adoptieren wollten, weil ich nicht stubenrein war, kam am 31.03.2017 Katja zu Besuch und wir machten einen langen Spaziergang. Als sie mich wieder zurückgebracht hat, bekam ich ein Gespräch zwischen Ihr und meiner Pflegerin mit. Sie möchte morgen mit Ihren Kindern noch einmal zu mir kommen, um zu sehen, wie die Kids und ich miteinander auskommen.  Ich verstand mich mit den beiden Mädels super, auch wenn die kleine zum Anfang etwas ängstlich war, bekam ich trotzdem meine Streicheleinheiten von Ihr.

Am 02.04.2017 durfte ich für 5 Tage zu Besuch und den Weiberhaushalt kennen lernen.  Katja hat sich sehr viel Zeit für mich genommen und ist alle 2 Stunden mit mir rausgegangen, damit ich lerne meine Bedürfnisse draußen zu machen und an der Straße stehen zu bleiben. Das klappte ganz gut, denn für jedes Geschäft was ich draußen machte gab es ein Leckerli. Zu meinem Bedauern bekomme ich kein Leckerli mehr, wenn ich draußen meinen Bedürfnissen nachgehe, das habe ich wohl zu schnell gelernt.

Am 4. Tag ging es wieder ins Tierheim und ich wusste genau, dass sie mich nicht zurückbringt, denn davor gingen wir shoppen. Ich bekam ein eigenes Halsband und eine Leine und noch andere schöne Hundesachen.

Katja hat mich adoptiert und ich war der glücklichste Hund der Welt, dachte ich zu diesem Zeitpunkt jedenfalls. Nur leider hatte ich durch meine alten Besitzer nie gelernt, wie man sich bei anderen Hunden und Menschen, die mir Angst machen, benehmen muss.

Katja holte einen Hundetrainer zu uns nach Hause, der war sehr nett nur leider nicht sehr preiswert, so blieb es bei nur einem Besuch von Ihm.

Durch eine gute Freundin, bekam Sie den Tipp, sich an Helle Hunde e.V. zu wenden. Das tat Sie dann auch über Facebook und hatte gleich eine Einladung zur Eröffnungsfeier am 13. Mai 2017. Der Verein hat nicht nur einen großen Hundeplatz, sondern auch Hundetrainer, die mir helfen können. Wie das Leben so ist, konnten wir nicht zur Eröffnung kommen, aber Katja hatte ja einen Namen von der Hundetrainerin, nach etwas Suche wurde Sie bei Facebook fündig und schrieb sie einfach an.

Und so kam es, dass Jessica Beßner (eine von 2 sehr kompetenten Hundetrainerinnen) uns zu Hause besucht hat und sich ganz viel Zeit für Fragen, Ängste und Sorgen genommen hat. So bekamen wir eine Einladung, mit Maulkorb zur Gästezeit auf den Hundeplatz von Helle Hunde e.V. zu kommen.  Da sich die Suche nach dem blöden Maulkorb etwas schwierig gestaltete, vergingen wieder 2 Wochen, doch dann kam der Tag voller Aufregung und Sorgen für Katja, als es zum Hundeplatz ging.

Die größte Sorge war für Katja wohl, dass ich mich mit den anderen Vierbeinern nicht verstehen würde und wir nicht auf den Platz dürfen.

Nach dem Erwerb einer Gästekarte ging es dann los für mich, erst mal wollte ich den blöden Maulkorb loswerden, fand aber keinen Zweibeiner, der ihn mir abgenommen hat. Also blieb er um, ich fand auch gleich ein paar Fellnasen, die mich zum Spielen aufforderten.

Wir verbrachten ein paar schöne und auch informative Stunden auf dem Hundeplatz und konnten nette Menschen und Hunde kennenlernen.

So und jetzt übergebe ich das Wort an mein Frauchen Katja, denn ich habe damit zu tun, mit meinen neu gewonnen Freunden zu spielen.

Als wir auf dem Hundeplatz waren und ich sah, wie glücklich meine Emma aussah nach dem Tag, stand für mich fest, dass wir öfters kommen werden. Der zweite Besuch auf dem Hundeplatz war für uns genauso schön wie der erste. Ich lernte einige Hundebesitzer kennen und konnte tolle Gespräche mit Ihnen führen. Einige Mitglieder konnten mir sogar helfen, meinen Hund besser zu verstehen, wie z.B. warum hat mein Hund jetzt eine kleine Bürste- weil sie unsicher ist und vieles mehr…

Ich war begeistert von den Menschen, wie freundlich und hilfsbereit alle mit einander umgegangen sind.

Das Motto „sozial für Hund und Mensch“ stimmt zu 100 Prozent, dass Kennenlernen der anderen Hundebesitzer mit Ihren Hunden, die gemeinsamen Gespräche, der Austausch auch mal über andere alltägliche Dinge, der große Platz mit 3 abgeteilten Bereichen, die Angebote von Welpenbereich, Hundeschule und seit dem Sommerfest der schöne große Pool, stand fest: Ich möchte ein Teil vom Verein werden.

So kam es dann auch, wir sind seit Mitte Juli 2017 ein Teil von Helle Hunde e.V. und kommen regelmäßig zum Hundeplatz, ob zum Vergnügen oder zur Aufsicht bei der Gästezeit, auch die Treffen zum Arbeitseinsatz oder gemütliche Vereinstreffen vermitteln mir einen fast schon familiären Kreis, in dem ich neue Freunde gefunden habe.

Emma hat in der kurzen Zeit so viele positive Dinge gelernt, dass sie selbst den gehassten Maulkorb schon lange nicht mehr braucht, auch Ihre Angst vor Wasser konnte sie dank des schönen Hundepools überwinden und als kleinen Bonus gibt es im Sommer sogar Obstbäume, die den kleinen Hunger für die Fellnasen stillen. Gemeinsame Gassigänge mit anderen Hunden kann sie Dank des Vereins heute auch machen, was vor ein paar Monaten undenkbar war.

Ich wünsche mir noch viele schöne Jahre mit dem Verein Helle Hunde e.V., dass jeder Hund, egal welcher Rasse, die Möglichkeit hat, dieses Paradies zu nutzen. Denn wie man am Beispiel von Emma sieht, hat jeder die Chance verdient ein glückliches Hundeleben zu führen und dafür brauchen wir im hundereichsten Bezirk Hellersdorf so einen Platz, wo die Fellnasen ohne Leine in einem geschützten Umfeld spielen und lernen können.

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