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InfoveranstaltungZuschrift von einer Besucherin der ersten Veranstaltung am 14.07.
„Als Hundebesitzer kennt man das doch bestimmt: Während der nachmittäglichen Gassirunde läuft man an ein großes, leeres Stück Wiese vorbei und denkt sich: ‚Mensch, nen bisschen aufhübschen, vernünftiger Zaun hin und dann wäre das sooo ein schönes Grundstück für einen Hundeplatz.‘.

 

 
Was passiert, wenn dieser Gedanke nicht nur ein bloßer Gedanke bleibt, erfuhr ich am vergangenen Donnerstag. Eigentlich wird es ja auch langsam Zeit, dass es im Bezirk Marzahn-Hellersdorf – einem der hundereichsten Bezirke in Berlin – endlich ein Hundefreilaufgebiet gibt.

Als ich in einem Artikel der Berliner Woche (http://bit.ly/2a4ugbb) las, dass es tatsächlich bald soweit sein könnte, verfolgte ich alle Informationen diesbezüglich natürlich ganz genau – während mir meine Hunde neugierig über die Schulter schauten. Ihnen würde ein Platz, der ganz allein ihnen und ihren Hundekumpels gehört, auch sehr gefallen. Ja, sowas fehlt in diesem ansonsten sehr grünen Bezirk schon.

Am Donnerstag war es dann soweit: die ersten Informationen zum Stand der Dinge sollten verkündet werden. Im Jugendtreff „Kompass“ wollte man sich treffen, um erste Ideen, Wünsche, aber auch Zweifel und Sorgen auszutauschen. Hunde zum Sitter gebracht, unendlich viele Fragezeichen im Kopf und eine Flasche Wasser im Gepäck, machte ich mich also zum Weg zum Kompass. Ich war mehr als positiv überrascht, als in gemütlicher Atmosphäre ca. 20 Leute unterschiedlicher Altersklassen beisammensaßen. Vorne saß der Kopf, in dem der Gedanke sich vor knapp drei Jahren festgesetzt hatte, natürlich auch mit dem dazugehörigen Körper: André, der selbst Hundebesitzer ist, hat ein paar Antworten auf die zahlreichen Fragen. Neben ihm sitzt Elisa Lange, eine Hundetrainerin, die auch einiges zu sagen hat. Aber eins nach dem Anderen.

Ob die knapp 7.200m² große Fläche in der Weißenfelser Straße tatsächlich an die ‚Hellen Hunde‘ übergeben wird, entscheidet sich noch Mitte August. Aber wo liegen eigentlich die Probleme? Natürlich, wer hätte das gedacht: beim Geld. Allein die Grundsteuer für das Grundstück kostet knapp 3000€ pro Jahr. Hinzu kommen Kosten für die Straßenreinigung, Winterdienst, Wasser und Elektrizität. Allem vorweg natürlich das Offensichtliche: Die große, verwilderte Fläche mit meterhohem Gras muss erstmal in einen wunderschönen Hundeplatz verwandelt werden. Das geht nun mal nicht von heute auf morgen und schon gar nicht gratis. Da genügt nicht die Idee und schon gar nicht das Duo, welches die Idee im Kompass präsentierte.

Na klar, Freiwillige werden benötigt. Menschen, die sich bereiterklären dem Verein beizutreten, um etwas dazu beizutragen, damit der Wunsch eines jeden Hundebesitzers und seiner vierbeinigen Freunde in Erfüllung geht. Geplant ist nämlich nicht nur ein gut ausgestatteter Hundeplatz, sondern auch regelmäßig stattfindende Trainings, Welpenschule und vieles mehr. Die Idee ist groß, genauso wie die Herausforderungen. Es kommen erste Zweifel auf, aber dennoch vermieste das nicht die Stimmung im Raum am Donnerstagabend, im Gegenteil. Ich hatte das Gefühl, dass sich dort lauter motivierte Menschen befanden, die bereits in den Startlöchern sitzen und auf das GO! warteten. Eine große Hürde ist geschafft, wenn die Fläche seinen Besitzer gewechselt hat. Der Rest hängt davon ab, wie viele Menschen bereit sind, aus dem groben Gedanken vor drei Jahren Realität zu machen.

Wer Mitglied im Verein ist, zahlt einen monatlichen Beitrag und darf mit seinen Hunden auf die große Fläche. Wie bitte?! Geld bezahlen muss ich auch noch? Ja. Wer jetzt hier aber in Panik verfallen möchte, dem sei gesagt: Wir reden hier von einem monatlichen Beitrag von ca. 5-10€ – irgendwie muss eben dafür gesorgt werden, dass die Fläche sauber, hell erleuchtet und stets mit Wasser versorgt ist.

Außerdem haben Mitglieder so die Möglichkeit – wenn sie es denn wollen – an einem der zahlreichen Trainingsangebote auf dem Platz teilzunehmen. Das klingt fair, finde ich. Aber was, wenn ich nicht Mitglied werden möchte? Natürlich wird es keine Security geben, die Nicht-Mitglieder mit einem mürrischen Kopfschütteln, bei dem die verspiegelte Sonnenbrille beinahe vom Kopfe fällt, vor den Toren des Hundeparadieses abweist. Aber ganz ohne Gelder fällt diese Idee eben ganz schnell wieder ins Wasser. Das soll es übrigens auch auf dem Hundeplatz geben, in Form eines Hundeswimmingpools. Dort ist es auch viel besser aufgehoben, oder?“

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